Kritiken

„Das gibt´s nur einmal“        


Musicalzentrale 21.3.2010
Im stilsicheren und äußerst wandlungsfähigen Bühnenbild von Sabine Lindner wird dieser Revue der passende Rahmen gegeben. Auch hier wir mit „Bogenschlag“ aus damaliger Zeit ins Heute gezeigt, was auf der Bühne von den Darstellern interpretiert wird.

„Sugar“    


Musicalzentrale 1.4.2009
….und einer sehenswerten Ausstattung….
Eine wahre Augenweide ist die Ausstattung von Sabine Lindner. Ihre frechen Kostüme huldigen Gangster-Milieu und Show-Business der berüchtigten Neunzehnhundertzwanziger, sind aber auch elegant-schneeweiß für den tattrigen Millionärs-Club in Florida. Mit nur wenigen Versatzstücken auf der Drehbühne und einschwebenden Wänden zaubert Lindner in geschickter Ausleuchtung (Susanne Günther) atmosphärisch dichte, poppige bunte Bilder.

„Fidelio“                            


Opernglas 4/2008
Nach 20 Minuten riss die Regie das Publikum aus einer fröhlichen Biedermeierzeit mit naiver Bauernmalerei heraus und machte Platz für eine kalte Gefängnisatmosphäre, raue Staatsgewalt, Folter und Machtwillkür – der Kontrast hätte nicht größer sein können. Lediglich die immer wieder atemberaubend ausgeleuchtete Bühne signalisierte menschliche Sehnsüchte und Zustände.

Operapoint, 7.4.2008
Sie macht den Genrewechsel, der im Text des ersten Akts angelegt ist, durch einen originellen Einfall deutlich: Wenn der Vorhand sich öffnet, bietet sich ein Bild wie in einer Inszenierung des 19. Jahrhunderts: Bemalte Leinwände zeigen das Gefängnisgebäude im Hintergrund, davor singen die Solisten im historischen Kostüm. Das berühmte kanonische Quartett Mir ist so wunderbar wurde durch die Lichtregie und eine musikalisch fein abgestimmte Vortragsweise aller Beteiligten sehr deutlich und durchhörbar.
Dann, während des Terzetts Gut, Söhnchen, gut ändert sich das Bild vollständig. Von der Decke werden eine Vielzahl von Uniformen herabgelassen, aus denen sich die drei Solisten schwarze Jacken mit der Aufschrift „Security“ heraussuchen. Die Leinwände werden hochgezogen, und wir befinden uns für den Rest des Abends im 21. Jahrhundert, genauer: in einem Gefängnis des 21. Jahrhunderts: Steril und klinisch geht es hier zu, kahle Wände, kaltes Neonlicht.


„Aida“                    


Opernglas 10/2006 vom Mit, 27. September 2006
Auch wenn die Sicht auf die herrschaftlichen Masten der nebenan liegenden Gorch Fock, die zahllosen Segeljachten sowie das Geschrei der Möwen nicht unbedingt Ägypten assoziieren lassen, erwecken Sabine Lindners monumentale Bühnenbauten und die dezenten, aber geschmackvollen Kostüme (Jozef Haščák, Christine Becke) doch den Eindruck, sich im Land der Pharaonen zu befinden. Mittelpunkt der Bühne ist eine in sich geteilte, drehbare Pyramide, die durch Schiebetüren weitere Möglichkeiten für Auf- und Abgänge liefert. Zusätzliche Spielfläche boten zwei durch Treppen verbundene Bühnenebenen. Gassenwände, die den Winkel der Pyramide aufgriffen, umrahmten beidseitig das Bild.


Stralsunder Anzeiger vom Mit, 28. Juni 2006
Das beeindruckende Bühnenbild (Sabine Lindner) im wechselnden Licht oder Fackelschein, die sich auf den Dreiecksbogen schleichenden kleinen Flämmchen, wunderschöne, farbenprächtige Kostüme (Josef Haščák /Christine Becke)….


OZ vom Mon, 26. Juni 2006
Das beginnt bei einem Bühnenbild von eindrucksvoll klarer, strenger Schönheit und vollendet sich in farbenfroh-opulenten, immer aber ägyptisch schlichten Kostümen – wahre Hingucker! Josef Hascak und Christine Becke stehen für die Kostüme, für die Monumentalität der Pyramiden zeichnet Sabine Lindner verantwortlich.


„Zar und Zimmermann“            


Ostseeanzeiger Stralsund 9.7.2003
Mit dem Regisseur Anton Nekovar und der Ausstatterin Sabine Lindner aber gewann das Theater Vorpommern für seine erste Seebühneninszenierung zwei außergewöhnlich Künstler, in deren Händen aus der scheinbar hinlänglich vertrauten Oper ein gänzlich neues Theaterspektakel im besten Sinne des Wortes wurde….
….zum Schluss ein Wort zur Ausstattung. Sabine Lindner schuf ein ebenso schönes wie zweckmäßiges Bühnenbild, trotz Windmühle fern jeder Hollandtümelei. Das zarte Blau des Bühnenbodens ging bei Tageslicht fast nahtlos über ins Pastell des Himmels, der obendrein einen prächtigen Sonnenuntergang bescherte. Und erst die herrlichen Kostüme! Der Chor in Weiß, Hellblau, Grau und unterschiedlichsten erdigen Brauntönen gruppierte sich allein und mit den Solisten immer wieder zu wahren Gemälden…


OZ vom Mon, 7. Juli 2003
Fest vertäut liegt die Ursula B. an der „Ballastkiste“ in Stralsund. Die untergehende Sonne taucht die 39-jährige Schiffsdame in warmes rotgoldenes Licht. Leise plätschern Wellen des Sunds an die Hafenmauer.

Dass mit der Ursula B. einst Lasten über die Meere geschippert wurden, sieht man ihr nicht mehr an. Himmelblauer Holzboden bedeckt das Schiff. Die braunen Flügel der Windmühle drehen sich im Wind. Die Mühle gehört ebenso wie Leuchtturm und Gassen zur Dekoration. Mit einfachen Mitteln ließ Sabine Lindner (Ausstattung) auf einem alten Frachtkahn eine holländische Landschaft erstehen.